Nordlichttour

Winter 2015
 

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20. Tag 10.03.2015 München/Deutschland

Heimreise

Leider ist nun unsere komplette erlebnisreiche 20-tägige Nordlichtreise zu Ende.

Bereits um 7:30 Uhr stehen wir startklar auf dem Rollfeld in Tromso, wo unser Flieger zuerst noch enteist werden muss, weswegen wir dann verspätet in Oslo ankommen und zum Weiterflug nach München hetzen müssen.
Das gesamte Nordland war während unseres Fluges nach Oslo noch unter einer dicken Wolkendecke begraben, die uns bereits schon in den letzten Tagen (leider) milde Temperaturen bescherte und das Funkeln der nächtlichen Nordlichter verhinderte.
Um Punkt 12 Uhr tauchen wir dann durch den Nebel und landen im frühlingshaften München bei + 15°C. Natürlich machen wir noch einen Abstecher zum letzten skandinavischen Mittagessen bei Ikea in München, bevor unsere zweistündige Heimfahrt mit dem Auto beginnt.

Diese besondere Reise wird uns wohl für immer in guter Erinnerung bleiben und wir werden noch lange davon zehren...

Es freut uns, dass ihr unseren Blog so eifrig mitverfolgt habt. Wir hoffen, wir konnten unsere Erlebnisse ein bisschen an euch weitergeben.

Vielen Dank!
Eure Rauchs

20. Tag München

19. Tag 09.03.2015 Tromso/Norwegen

9. Tag Autorundreise

Temperatur: 0°C
Nordlichter:  keine

Die letzte Etappe beginnt…
Mit etwas Wehmut machen wir uns auf den Weg zurück nach Tromso, wo wir morgen früh in den Flieger einsteigen werden. Wir fahren gemächlich, vom Schneetreiben vorwärtsgepeitscht, der Küstenlinie entlang zu unserer letzten Unterkunft.
Auch der Weg der Lachse entlang des Malselvfossen hinauf ist noch durch Eisschollen versperrt. Erst ab Mai springen die Fische die Lachstreppe (Wasserfallstufen) hoch zu ihrem Laichplatz.
In Tromso angekommen, besichtigen wir die Eismeerkathedrale, deren Form von der arktischen Natur (Eisschollen) inspiriert ist. Ein letztes Mal genießen wir eine norwegische Hütte als Bleibe für die Nacht...
Hier endet nun also der dritte Teil unserer Nordlichtreise, die 2930 Kilometer lange Autoroute, nördlich des Polarkreises, quer durch das schneeweiße Lappland.

19. Tag Tromso

18. Tag 08.03.2015 Lapphaugen/Norwegen

8. Tag Autorundreise
2. Tag Lapphaugen

Temperatur:     0°C
Nordlichter:      keine

Der Schneesturm zerrte die ganze Nacht an unserer Hütte. Erst spät krochen wir aus unseren Betten.
Unser heutiger Ausflug führte uns in den Gratangen-Fjord zu Morgans Ship, der größten Holzskulptur der Welt. Das Frühjahr kehrt hier noch lange nicht ein. An ein Bad im Fjord war nicht zu denken.
Auf unserer nächtlichen Nordlichtsuche verfolgte uns der verrückte Schneesturm bis zum Torneträsk-See in Schweden zurück. Der ist eigentlich bekannt dafür, dass sich hier der Himmel öffnet, selbst wenn sonst überall Wolken sind.

 

   

18. Tag Lapphaugen

17. Tag 07.03.2015 Lapphaugen/Norwegen

7. Tag Autorundreise
1. Tag Lapphaugen

Temperatur:  0°C
Nordlichter:   keine

Nach unserem Aufenthalt in Kiruna blies uns der Wind heute Morgen zusammen mit den Schneewolken wieder über die Grenze nach Norwegen. Leider konnten wir nur kurz die herrliche schwedische Kulisse genießen. Dafür erwarten uns nun aber wieder die traumhaften norwegischen Fjorde. Auf dem Weg sahen wir (leider sehr weit entfernt) endlich auch mal Elche.
In Lapphaugen angekommen, beziehen wir schon wieder eine fast eingeschneite, sehr gemütliche Hütte - und ein starker Schneesturm wütet in dieser Nacht über uns hinweg.

 

   

17. Tag Lapphaugen

16. Tag 06.03.2015 Kiruna/Schweden

6. Tag Autorundreise

Temperatur:   -4°C
Nordlichter:    stark

Heute überquerten wir die Grenze nach Schweden. Eine Nacht im Eishotel in Kiruna/Jukkasjarvi haben wir uns nicht geleistet, aber wir durften das grandiose Kunstwerk besichtigen. Gebaut wurde es aus Eisblöcken aus dem angrenzenden Fluss. Künstler aus der ganzen Welt gestalten seit 25 Jahren jedes Jahr aufs Neue die Eisskulpturen und die fünfzig Schlafräume. Sogar eine Eisbar und eine Eiskirche gibt es hier.
Am Abend war es dann soweit. Der Himmel war sternenklar und zum ersten Mal funkelten die Nordlichter in ihrer vollsten Pracht - Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus!

16. Tag Kiruna

15. Tag 05.03.2015 Galdotieva/Finnland

5. Tag Autorundreise
2. Tag Muonio

Temperatur: -10 °C
Nordlichter: keine

Gleich am Morgen wurden wir von der Sonne geweckt - mit diesem herrlichen Ausblick aus unserer Hütte. Ein leichter Frost ist in die Bäume zurückgekehrt. Die kleinen Bäume biegen sich immer noch unter der schweren Last des Schnees.
Kurzfristig entschlossen wir uns, nochmals Schneescooter zu mieten und diesmal auf eigene Faust die Wildnis Lapplands zu erkunden - ein aufregendes Abenteuer! Die Gefährte gruben sich teils tief in den meterhohen Schnee ein und wir hatten so manches Mal Mühe, sie dort wieder herauszufahren.
Leider kamen am Abend schon wieder Schneewolken und die Aussicht auf Nordlichter schwand dahin.

 

15. Tag Galdotieva

14. Tag 04.03.2015 Galdotieva/Finnland

4. Tag Autorundreise
1. Tag Muonio

Temperatur: 0 °C
Nordlichter: schwach

Auf einsamen Straßen fahren wir durch die unendlichen Wälder Finnlands bei permanent leichtem Schneefall. Die gänzlich in Weiß getünchte Natur wird nur unterbrochen durch vereinzelte bunte Warnschilder, die es nur hier oben gibt, und noch weniger Rentiere.
Und nach hunderten Kilometern steht man auf einmal mitten in einem belebten Skigebiet. Auf diesem Skiberg gibt es sogar Glas-Iglus, in denen man die Nordlichter vom Bett aus betrachten kann - aber auch nur wenn es klaren Himmel gibt.
Kurz bevor wir in unserer Unterkunft, einer sehr gemütlichen Hütte nur für uns alleine, in der wir zwei Nächte verbringen, ankommen, klart der Himmel plötzlich auf und die Temperatur sinkt rapide bis auf -14°C - gute Chancen also auf Nordlichter. Leider aber sehen wir nur vereinzelte schwache Lichtstreifen. 

 

14. Tag Galdotieva

13. Tag 03.03.2015 Saariselkä/Finnland

3. Tag Autorundreise

Temperatur: +1°C
Nordlichter: keine

Zum ersten Mal in diesem Urlaub verlassen wir norwegisches Terrain. Auf unebener Straße fahren wir ins Land der tausend Seen - Finnland.
Vor Elchen wird überall gewarnt - bisher haben wir aber noch keinen zu Gesicht bekommen. Dafür querten ein paar Rentiere unseren Weg.
Auch in Finnland haben wir momentan (leider) milde Temperaturen. Trotzdem ist hier immer noch tiefer Winter und als wir in Saariselkä ankommen, fängt es wieder an zu schneien. Auf dem 450 Meter hohen Berg Kaunispää kann man den eisigen Frost, der hier vor Kurzem herrschte, noch sehr gut erkennen.

13. Tag Saariselkä

12. Tag 02.03.2015 Svanvik/Norwegen

2. Tag Autorundreise
2. Tag Svanvik

Temperatur: +2°C
Nordlichter: keine

Heute legten wir mal einen gemütlichen Ruhetag ein, um den verpassten Schlaf nachzuholen. Wir machten eine ausgiebige Wanderung in der norwegischen Tundra. Der komplette Grenzfluss zu Russland ist zugefroren. Wir unterhielten uns mit der norwegischen Grenzpatrouille, die uns darauf aufmerksam machte, nicht zu weit hinaus aufs Eis zu gehen und damit auf russisches Gebiet zu kommen. Übrigens, wir sind hier schon so weit östlich und liegen auf dem gleichen Längengrad wie z.B. Kiew und Istanbul.
Keine Angst! Hier im Braunbärental muss man, anders als bei Eisbären, nicht bewaffnet sein.
Am Abend hielten wir erneut zwei Stunden Ausschau nach den Lichtern, heute jedoch vergeblich.

12. Tag Svanvik

11. Tag 01.03.2015 Svanvik/Norwegen

3. Tag Hurtigrutenschiff
1. Tag Autorundreise

Temperatur: 0 °C
Nordlichter: mittelstark

Eine gemütliche Seereise geht zu Ende...
Nach dem Frühstück an Bord verließen wir in Kirkenes das Schiff und machten uns auf unsere 10-tägige Autorundreise durch Lappland. In Bjørnevatn besichtigten wir das Schneehotel - ein Hotel nur aus Schnee und Eis, mit 20 Zimmern, in denen man wirklich bei -4 °C übernachten kann. Jede Suite hat ihre individuell gestaltete aus der Schneewand gehauene Eis-Skulptur - eine ganz besondere Atmosphäre!
Wir fuhren aber südlich dem russischen Grenzfluss entlang weiter nach Svanvik ins Braunbärental.
Auf unserer nächtlichen Nordlichtjagd machten wir an einem verlassenen Waldstück Halt und warteten - und dann zeigten sie sich uns wieder! Bei sternklarem Himmel konnten wir zwei Stunden lang die mystischen Nordlichter beobachten.

 

0 Autorute
11. Tag Svanvik

 

10. Tag 28.02.2015 Hurtigruten Batsfjord/Norwegen

2. Tag Hurtigrutenschiff

Temperatur: -2 °C
Nordlichter: schwach

Ein besonderer Tag! - Erste Nordlichter!!! Dieser Geburtstag wird wohl so schnell nicht vergessen werden...

Ohne Anflug von Seekrankheit krochen wir am Morgen aus unserer Kajüte. Bei ruhiger See schipperten wir Richtung Nordkap. In Honningsvag angekommen, durften wir ausnahmsweise unser Mietauto von Bord nehmen und so fuhren wir ans Nordkap hinaus. Bei Sonnenschein genossen wir dieses Mal das winterliche Ereignis. Bei der Weiterfahrt mit dem Schiff wurde die See dann schon etwas rauher. Am Abend saßen wir gemütlich an Deck und harrten der Nordlichter. Als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben haben, kam die Durchsage von der Brücke: Es flimmert leicht am Himmel! Schnell rannten wir auf Deck 5 an den Bug. Der eiskalte Wind blies uns fast vom Deck, als wir das leichte Funkeln zwischen den Wolken entdeckten. Obwohl die Nordlichter nur sehr schwach zu erkennen waren, beeindruckten sie uns sehr.

 





10. Tag Hurtigrute Batsfjord

9. Tag 27.02.2015 Hurtigruten Skjervoy/Norwegen

1. Tag Hurtigrutenschiff

 Temperatur: 0 °C
Nordlichter: keine

Nachdem wir gestern erst nach Mitternacht im Hotel angekommen sind, war die Einschiffung in Harstad heute Morgen bereits vor sieben Uhr doch sehr früh für uns. Auf dem größten und neuesten Hurtigrutenschiff MS Finnmarken durchkreuzten wir heute den schönsten Abschnitt der Postschiff-Route. Leider begleiten uns die Schneewolken noch immer. Trotz dem guten Equipment auf dem Schiff können wir die Nordlichter auch heute nicht beobachten.

Karte für die gesamte Hurtig-Route der norwegischen Küste entlang:

Hier der Ausschnitt unserer kompletten Schiffsreise und vom heutigen Tag mit den Hurtigruten:

Hurtigrute

 

9. Tag Hurtigrute Skjervoy

8. Tag 26.02.2015 Harstad/Norwegen

7. Tag auf Spitzbergen

Temperatur: -10 °C (gefühlt: -20 °C)
Nordlichter: keine

Spitzbergen verabschiedete sich heute mit sonnenbeschienenen Bergkuppen. Auch der Anflug auf Tromso war grandios - man konnte die vorgelagerten Inseln und die Küste gut sehen. Leider landeten wir aber in Schneewolken. Die fünfstündige nächtliche Küstenfahrt mit dem Mietauto durch eine wunderbare Winterlandschaft nach Harstad brachte deshalb auch keine Nordlichter zum Vorschein.

8. Tag Harstad

 

8. Tag Harstad_1

 

Zwischenbericht Spitzbergen

Longyearbyen ist mit ca. 2.600  Einwohnern aus 40 Nationen die größte Stadt von Spitzbergen.
Hier findet man nicht nur die nördlichste Kirche, Poststelle, Bank, Museum, Flughafen und Universität, sondern auch die nördlichste Bar, wo wir meistens essen gehen. Trotzdem sind wir noch 1.333 km vom Nordpol entfernt.
Die Svalbard-Rentiere haben keine natürlichen Feinde, deshalb gibt es hier sehr viele . Sie kommen auch in die Stadt und haben keine Scheu vor Menschen. Sie unterscheiden sich von ihren Artgenossen auf dem Festland durch ein längeres Winterfell und kürzere Beine.
Außerdem gibt es mehr Eisbären auf der gesamten Insel als Einwohner. Deshalb läuft hier so mancher mit einem Gewehr auf dem Rücken zum Einkaufen. In der Stadt ist man relativ sicher, weil die Häuser und Autos generell nie abgeschlossen werden und wenn man schnell genug ist, dort Sicherheit finden kann. Außerhalb der Stadt ist es Pflicht bewaffnet zu sein. Aber in der Bank müssen selbst hier die Waffen draußen bleiben.
Jedoch besteht in der Umgebung momentan nur geringe Gefahr, weil das Wasser durch die nun bereits lang anhaltende Kälteperiode bis weit ins Meer hinaus gefroren ist. Weil sich die Robben nur im offenen Meer herumtreiben, sind auch die Eisbären nur dort draußen bei ihrem Futter an der Eiskante zu finden. Somit sind sie für uns leider unerreichbar. Sehr große Chancen, sie zu sehen, hat man nur im Sommer oder in einem warmen Winter.

 

7. Tag 25.02.2015 Longyearbyen/Spitzbergen/Svalbard

6. Tag auf Spitzbergen

Temperatur:  -8 °C (gefühlt: -18 °C)
Nordlichter:   keine

Leider neigt sich unser Aufenthalt in Spitzbergen langsam dem Ende entgegen. Heute waren wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Bei stürmigem Wetter wanderten wir mehrere Stunden - und statteten dabei der örtlichen Kunstgalerie noch einen Besuch ab.
Die Koffer sind gepackt - morgen nehmen wir den Flieger Richtung Lappland. Schade! Wir wären doch so gerne noch geblieben. Aber eines ist sicher: Wir waren noch nicht das letzte Mal hier.
WE WILL COME BACK!!! :-)

 

7. Tag Spitzbergen

6. Tag 24.02.2015 Longyearbyen/Spitzbergen/Svalbard

5. Tag auf Spitzbergen

Temperatur: -12 °C (gefühlt: -20 °C)
Nordlichter: keine

Heute Morgen waren wir zunächst ein wenig enttäuscht, weil die eigentlich geplante 10-stündige Snowmobil-Fahrt zur Ostküste wegen des starken Windes nicht stattfinden konnte. Dafür bekamen wir eine fast so lange Ersatztour, die uns über 130 Kilometer durch schneebedeckte Täler und über den 30 - 50 cm dick zugefrorenen Tempelfjord führte. Begleitet von einem sehr freundlichen deutschen Guide aus dem Schwarzwald, schlitterten wir mit bis zu 70 km/h (maximal 80 km/h zulässig) über die Eisflächen. Die Fahrt wurde durch den starken Wind und den dadurch teilweise mitgeblasenen Pulverschnee erschwert.Am Ende des Fjordes kamen wir an eine große Gletscherkante. In einem von Eis eingeschlossenen Zweimaster bekamen wir ein verspätetes Mitagessen. Im Winter wird das Schiff als Hotel benutzt und von zwei Holländern bewirtet. An diesem abgelegenen Ort lag die Temperatur heute bei -20 °C. Die Erlebnisse auf dieser Tour haben uns für die abgesagte Fahrt voll entschädigt - ein durch und durch abenteuerlicher Tag!

 

 

6. Tag Spitzbergen

Zwischenbericht Nordlichter (Aurora Borealis)

Die Polarnacht ist die perfekte Zeit für Nordlichter. Spitzbergen ist somit einer der wenigen Plätze wo man auch am Tag Nordlichter sehen kann.
Seit wir hier sind haben wir wolkenloses und kaltes Wetter, das eigentlich dafür günstig wäre. Trotz einiger mehrstündiger Nachtwanderungen im eisbärgeschützten Gebiet hatten wir bisher keinen Erfolg. Die momentane Aurora-Aktivität ist am Tage direkt über uns, aber zu schwach, bzw. ist das bereits vorhandene Tageslicht zu hell. Bei Nacht driftet die Aktivität Richtung Lappland und ist über Spitzbergen nur äußert schwach. In unserem Hotel ist man in Sachen Wetter immer auf dem aktuellsten Stand. Man wird hier permanent über die Witterung, Temperatur (auch die gefühlte Temperatur) und Aurora-Aktivität auf dem Laufenden gehalten.
Siehe den Verlauf des grünen Ringes auf der Wettervorhersage im Bild unten. Der dunkelgrüne Bereich sollte über Spitzbergen liegen.
Vielleicht haben wir ja dann auf unserer Weiterreise durch Lappland mehr Glück.

 

 

5. Tag 23.02.2015 Longyearbyen/Spitzbergen/Svalbard

Temperatur: -25 °C (gefühlt: -35 °C)
Nordlichter: keine

Heute Morgen machten wir einen ausgedehnten Spaziergang entlang des zugefrorenen Fjordes. Anschließend besuchten wir das sehenswerte Polarmuseum, wo wir über die ereignisreiche Geschichte von Spitzbergen aufgeklärt wurden.
Am Nachmittag stand endlich die seit Langem mit Unbehagen erwartete Fahrt mit dem Hundeschlitten an. Am Hundegelände angekommen, sollten wir zunächst einmal die Huskys näher kennenlernen. Was für ein "umwerfender" Empfang! Wir wurden gleich von dem ein oder anderen Hund per Handschlag begrüßt. Und dann ging erstmal die schweißtreibende Arbeit los (denn in unseren zur Vergügung gestellten Polar-Overalls wird es schon mal ganz schnell heiß). In Zweierteams mussten wir unser Sechsergespann aus der Hütte holen, anschirren und vor den Schlitten spannen. Und das war gar nicht so einfach - die Hunde hatten nur Rennen im Kopf. Sie waren kaum zu halten.
Dann ging die Fahrt los. Einer hatte im Stehen den Schlitten zu fahren, der andere konnte es sich darin gemütlich machen. Nach der Hälfte wurde gewechselt. Die Fahrt durch die klare Nacht war atemberaubend.
Wieder zurück ging die Arbeit von vorne los: Hunde abspannen, abschirren und in die Hütte zurückbringen. Jetzt hatten die Hunde auch noch Hunger - verständlich, denn sage und schreibe 3000 Kalorien haben sie während der Fahrt verbraucht. Wir mussten also noch bei der Fütterung helfen, bevor wir zum Hotel zurückgebracht wurden.

 

 

5. Tag Spitzbergen

Zwischenbericht Polarnacht

Für die Polarnacht kamen wir leider ca. 10 Tage zu spät.
Polarnacht: In Spitzbergen ist vom 14. November bis zum 14. Februar die Sonne mehr als 6° unterm Horizont. Dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Tag und Nacht. Mit uns kam auch die Sonne in diesem Jahr zum ersten Mal am 20. Februar auf den Berg vor Longyearbyen, denn erst seitdem ist es Tag und Nacht wolkenlos bei strahlend blauem Himmel. In die Stadt selber kommt die Sonne allerdings erst am 9. März, da diese im Tal des Berges liegt.
Auch ca. zwei Wochen vor und nach der Polarnacht kommt die Sonne nicht über den Horizont, aber es gibt trotzdem ein bisschen Tageslicht. Seit wir hier sind, ist die Stadt zwischen 9 und 16 Uhr so hell wie das Schussental bei Nebel - also heller als erwartet.
Punkt 12 Uhr mittags wird nur der Gipfel des gegenüberliegenden Berges angestrahlt.

4. Tag 22.02.2015 Longyearbyen/Spitzbergen/Svalbard

3. Tag auf Spitzbergen

Temperatur: -24 °C (gefühlt: -32 °C)
Nordlichter: keine

Am Hotel werden wir mit einem eingefrorenen, unbeheizten Kettenfahrzeug abgeholt. Die Fahrt führt uns auf den Eisberg zu einer Eishöhle. Mit Spikes und Stirnlampe ausgerüstet steigen wir die enge Höhle hinunter, die jährlich neu durch das Schmelzwasser im Sommer entsteht. Bei angenehmer Temperatur (wie in einem Iglu; -6°C) erkunden wir die unterirdische Eis-Welt.
Danach erklimmen wir mit dem Gefährt die Spitze des Eisberges und bewundern dort um 11 Uhr den Sonnenaufgang. Beim Blick in die entgegengesetzte Richtung ins Tal hinunter sehen wir unsere Stadt am Fjord.
Als wir zum Hotel zurückkommen, haben wir Besuch von den Svalbard-Rentieren.






 

4. Tag Spitzbergen